Ihr Lieben, dank Eurer Hilfe mit kleinen und größeren Spenden, Eure
Gedanken und Gebete, durften wir mit Pascal Ende Juni 2009 zu den
Delphinen fliegen.
Es war mehr als ein Erfolg und ein Erlebnis, es war ein Wunder, was sich
dort getan hat.
Pascal hatte eine wunderbare deutsche Therapeutin: Nicole. Sie
überraschte uns damit, dass sie ein ausgeprägtes Fachwissen über
Asperger Autismus hatte (mehr als alle deutschen Therapeuten die wir in
den letzten 17 Jahren hier hatten) und hat vom ersten Moment an zu Pascal
einen super Draht gehabt. Wie bisher kein anderer Therapeut hat sie mit
einer guten Mischung aus Fördern und Fordern ihn dazu gebracht mit ihr
vom ersten Moment an zu reden. Unglaublich!
Nicole hatte für uns diverse Fachinformationen über Ernährung bei Autisten,
diversen Theorien und eine neue „Diagnose", die uns sehr erstaunt hat.
Diese Mischform des Asperger Autismus kannten wir noch nicht und trifft
das Verhalten unseres Sohnes auf den Punkt. Wir wussten gar nicht dass
es dafür einen Namen gibt…..
Dann kam der Delphinkontakt mit Geegee.
Geegee (gesprochen Giegie) ist eine 26 Jahre alte Delphindame mit
unglaublichen Gespür. Geegee hat Pascal ganz häufig am Kopf berührt mit
Ihrer Schnauze. Ganz sanft, ganz vorsichtig…. Pascal, der sonst ganz
ängstlich ist was Tiere angeht hat ganz still gehalten und war völlig
entspannt…unglaublich was sich da getan hat zwischen den Beiden….
Bei der Therapie ging es einerseits um Kommunikation aber auch ums
Fallen lassen und Vertrauen. Von Tag zu Tag hat Pascal mehr Augenkontakt
gehalten und mehr gesprochen. Es war unglaublich. Anschließend bei
Geegee im Wasser hat er sich völlig fallen lassen im Arm von Nicole und
von Geegee geschoben………
Die Beiden hatten auch viel Spaß, Geegee hat Pascal supergern naß
gespritzt und er hat gekreischt und zurück gespitzt *lach*
In der zweiten Woche durften an einem Tag die Eltern direkt mit ans Dock.
Sonst bat man uns Abstand zu halten um nicht zu stören. Wir kamen also
ans Dock und ich lächelte Pascal zu und winkte. Normalerweise hätte er gar
nicht reagiert oder nur kurz genickt.
Pascal aber lachte mich offen an und rief „Hallo Mama" und winkte !!!!
Ich stand da mit offenem Mund und war sprachlos !!!
Besonders beeindruckt waren wir vom Unfang der Therapie. Jedes Kind
hatte 1 Therapeuten, 1 Praktikanten (alle komplett ausgebildete
Therapeuten) und ein Delphintrainer. Wir Eltern hatten Beratungsgespräche
und auch um die Geschwisterkinder wurde sich gekümmert, damit kein Neid
aufkommt. Pascal hat täglich zwei komplette Stunden reine Therapie
gehabt, eine davon mit dem Delphin, eine Stunde mit Rollenspielen und
Kommunikationstraining, aufgeteilt in eine halbe Stunde vor und eine halbe
Stunde nach dem Delphinkontakt.
Am letzen Freitag, also vor dem letzten Therapietag das größte kleine,
große Wunder. Wir warten auf das Therapeutenteam und Pascal läuft an
den Steinmauern der Docks auf und ab. Plötzlich kommt er zu uns und sagt:
„Mama, Thomas, Könnt ihr mal mitkommen, ich will Euch was zeigen, ich
hab da drüben zwei riesige Krabben gesehen!"
Für normale Kinder, nicht außergewöhnliches, für Pascal ein Wunder ! Er
hat erstens die Krebse (er sagte Krabben, es waren aber Krebse) gesehen
und wahrgenommen, dann ist er zu uns gekommen, wusste noch was er
sagen wollte, hat es in einem klaren Satz ausgedrückt und uns sogar mit
Namen angesprochen und anschließend konnte er sogar zeigen wo sie
waren! Das ist mehr als unglaublich und wer Pascal kennt, weiß, dass er auf
die Art und Weise eigentlich nicht kommuniziert !!!
Die Therapie war ein voller Erfolg und auch jetzt zu Hause ist Pascal immer
noch klarer, offener und spricht viel mehr, er lebt viel mehr mit uns. Vor allem
aber spricht er auf Nachfrage immer mal wieder über sich, über das was er
will, das war vorher undenkbar !!!
Wir danken allen großzügigen Spendern für jede große und kleine Spende
und für alle liebevollen Gedanken!!!